Massentierhaltung vs Biohof


Trotz der letzten Enthüllungen über die Missstände in deutscher Tierhaltung, werden Tiere weiterhin gequält!

Regionale Produkte sind immer gefragter: aber die Massentierhaltung (ARD Mediathek 13.1.2016) nimmt rasant zu – für den Export!

Es werden jährlich ca. 60!!Millionen 🐷 zu Wurst verarbeitet.

Vor allem die Erzeugung von Schweine- und Hühnerfleisch nimmt zu: die Hähnchenproduktion hat sich seit 1994 sogar fast verdreifacht: von 342.000 auf 972.000 Tonnen. Die meisten Großmastbetriebe stehen in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen.(spiegel.de)

Im Gegensatz dazu probieren deutsche Verbraucher, Köche und Landwirte neue Wege zur Nachhaltigkeit aus, eine steigende Anzahl ist bereit mehr Geld für fair oder bio erzeugte Fleischwaren auszugeben; der Fleischkonsum pro Kopf nimmt jährlich stetig ab. Die meisten Verbraucher unterstützen, dass Landwirtschaft ökologisch, regional, mit eher kleinen Höfen stattfinden soll und möchten wissen, wie ihre Lebensmittel und vor allem das Fleisch, das sie essen, hergestellt werden. Sie stellen sich Fragen nach den Auswirkungen der Fleischproduktion auf Umwelt, Gesundheit und Gerechtigkeit. Das ermutigt viele Initiativen und Unternehmen, sich für eine ökologische Form der Tierhaltung einzusetzen.

Gleichzeitig aber werden immer neue Megaställe genehmigt und die Fleischproduktion für die internationalen Märkte ausgeweitet. Traditionelle Höfe gehen derzeit im Industrialisierungstrend unter, weil ausländische Konkurrenz und die durchsetzbaren Preise zu niedrig sind.

Zusätzlich gefährdet die Politik der Bundesregierung den heimischen Agrarsektor, „die zusammen mit der Fleischindustrie auf eine Ausweitung der Fleischproduktion und eine immer stärkere Exportorientierung setze.“ (http://www.zeit.de/wirtschaft/2016-01/fleischkonsum-bund-boell-stiftung-fleischatlas-regional)

 

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Der Fleischatlas 2016 beschäftigt sich intensiv mit dem komplexen Thema. Die Autoren „kritisieren die schlechten Arbeitsbedingungen in den Schlachtereien, die unter einem ebenso großen wirtschaftlichen Druck stehen wie die Bauern. Sie bemängeln den großflächigen Einsatz von Glyphosat ebenso wie den Trend zu immer effizienterer Tierhaltung, die für die Schweine oder Hühner zuweilen qualvoll ist. Etwa in der Ferkelzucht, wo die Muttersauen Monate in engen Käfigen zubringen, die ihnen kaum Bewegungsspielraum lassen.“ (Alexandra Endres, „Mästen für den Export“ Zeit Online 13.1.2016)

Hier ein zusätzlicher Bericht über die differenzierten Inhalte des Fleischatlas 2016. Und dass das Volk bewegen kann,   zeigt „Das Volksbegehren gegen Massentierhaltung in Brandenburg„! (14.1.2016)

Ein Kommentar bisher - Was sagst du?

  1. Sofälo sagt:

    Man kann ruhig mal ne Wurst weniger essen, finde ich!

    2016-01-14
    Antworten

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