Leistung im Ausdauersport kann nur mit Ausdauer erworben werden! Das sagt der Kardiologe…..

Sport ist kurzfristig eine erhöhte Belastung für den Körper, aber langfristig  werden Anpassungsprozesse aktiviert, die Gesundheit und Leistungsfähigkeit langfristig verbessern: Organe z.B. lernen den Sauerstoff besser auszuschöpfen oder Gefäße, durch die das Blut transportiert wird, bleiben aktiv und geschmeidig , womit die Gefahr von Arteriosklerose deutlich gesenkt wird. Auch der Blutdruck wird in Folge der Adaption auf sportliche Belastung im Alltag gesenkt. Das Herz wird durch vermehrtes Training nicht größer, sondern effizienter, erreicht mit weniger Aufwand größere Wirkung und initiierte Stoffwechselvorgänge werden ökonomisiert.

  1. Ausdauertipps für Einsteiger oder Gelegenheitssportler: langsames Anregen des Kreislaufs und nicht vom ersten Meter an mit Vollgas sprinten; Höchstbelastungen mit maximalen Pulswerten sollten nur selten eingesetzt werden. Länger und langsamer besser als kurz und schnell! Es ist nicht ratsam zu schnell und zu viel ohne Vorbereitung das Herz-Kreislaufsystem zu überfordern, weshalb es gerade mit zunehmendem Alter eine plötzliche Überlastung des Herzens nicht allzu oft ausgereizt werden sollte (übermotiviert und ohne Vorbereitung in den Marathon ab 60 ist kritisch!!). Ausdauersport bringt Ausdauerleistung, aber die kann nur mit Ausdauer erarbeitet werden. Es dauert, bis sich die Anpassungen vollzogen haben.
  2. Ausdauer für professionelle Freizeitsportler: nicht selten wird von den Breitensportlern gerade beim Laufen der gesundheitliche Nutzen überschritten. So hat man nach Marathonläufen und andern intensiven Belastungen Marker im Blut gefunden, die eine Herzmuskelzellschädigung anzeigen. Es ist bis jetzt nicht geklärt, ob diese Schädigungen wie bei einem leichten Muskelkater repariert werden und  regenerieren oder ob es langfristig zu einer Narbenbildung kommt. Daher sind intensive Belastungen aus gesundheitlicher Sicht nur dosiert anzuwenden. Aus sportlicher Sicht sind kurze, intensive Einheiten sehr effektiv und erhöhen den Trainingserfolg.
  • HIT- Training: Hochintensives Training kann mehr Leistungszuwachs in weniger Zeit generieren! Langfristig aber nur in Kombination mit genug Regeneration (Ruhezeiten oder aktive Regeneration). “ Wer nur intensiv trainiert, laugt seinen Körper unweigerlich aus.“ (Dr. Siaplaouras; Facharzt Innere Medizin und Kardiologie, Herzzentrum Aarau)
  • Ausdauersport ist kein Sport für Zwischendurch, sondern ein langfristiges Programm mit einem langfristigem Ziel.
  • Ausdauersport braucht Motivation und einen sorgfältigen Aufbau, damit man mit Spaß und Erfolg dabei bleibt.

Quelle: aus einem Interview mit Dr. Siaplaouras; Facharzt Innere Medizin und Kardiologie im Herzzentrum Aarau auf www.datasport.com

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