Eisadler Dortmund im spannenden Wechselbad der Gefühle: Heimniederlage und Auswärtssieg!

20160214_175255

Unterschiedlicher hätte das Spielwochende für die Eisadler Dortmund nicht verlaufen können. Frust am Freitag mit einer 4:6-Heimniederlage gegen die Hammer Eisbären, dann aber Jubel und Siegesfeier  zwei Tage später am Sonntagabend mit einem 5:2-Auswärtserfolg bei den Ratinger  Ice Aliens. Damit sind die Eisadler weiterhin gut im Rennen beim Kampf um die vier Play-Off-Plätze und können ihre Position zuhause am Mittwochabend um 19:30 Uhr im Nachholspiel gegen die Dinslakener Kobras weiter festigen.

Bei der  Auswärtspartie am Ratinger Sandbach ging es von Anfang an munter los. Beide Teams mussten zuletzt einige überraschende Niederlagen einstecken, umso motivierter wollten sie nun auf die Erfolgsspur zurückkehren. Bereits nach 71 Sekunden gingen die Aliens durch Kevin Wilson mit 1:0 in Führung, aber der Dortmunder Ausgleich ließ nicht lange auf sich warten.

20160214_195807

Felix Berger markierte ihn in der 4. Spielminute. Als Andre Kuchnia in der 11. Minute für die 2:1-Führung der Eisadler sorgen konnte, da keimte erste Siegeszuversicht bei den zahlreich mitgereisten Dortmunder Fans auf, zumal sich weitere gute Möglichkeiten boten.

20160214_182738_HDR

 

Der Ratinger Ausgleich direkt nach Wiederanpfiff des zweiten Abschnitts war nur ein kleiner Dämpfer, denn die Eisadler blieben weiterhin im Spiel und hatten die erneute Führung mehrfach auf dem Schläger. Gleich viermal bot sich ihnen sogar eine zweiminütige Überzahl, aber das Powerplay war erneut (wie schon am Freitagabend) nicht zwingend genug. EAD-Coach nahm vor der dritten Überzahlgelegenheit sogar eine Auszeit, aber ein Treffer wollte nicht fallen.

Absolut bemerkenswert verlief dann der Auftakt zum Schlussabschnitt. Es waren erst wenige Sekunden gespielt, da setzte sich Jiri Svejda im Eisadlerdress gekonnt in Szene. Sein Schuss ist vom Aliens Keeper Dennis Kohl nicht zu halten, der Dortmunder Stürmer setzt zum Torjubel an, aber Hauptschiedsrichter Martin Prudlo zeigt keine Reaktion als der Puck wieder ins Spielfeld zurück fliegt. Nun sind die Ratinger im Scheibenbesitz, setzen zum Gegenangriff an und erzielen ihrerseits einen Treffer. Der Schiedsrichter unterbricht die Partie und will den Ratinger Treffer anzeigen. Daraufhin reklamieren die Dortmunder Spieler und wollen ihr zuvor erzieltes Tor anerkannt haben – und sie haben Glück. Einer der beiden Linesmen hat genau erkannt, dass der vorherige Schuss von Jiri Svejda hinter der Linie und nicht an der Latte war.

20160214_195815

 

Hauptschiedsrichter Martin Prudlo revidiert daraufhin völlig regelkonform seine erste Entscheidung und entscheidet auf Tor für Dortmund.  3:2-Führung für die Eisadler, statt Rückstand – Enttäuschung bei den Außerirdischen, Jubel bei den Eisadlern.

Entschieden ist damit noch nichts. Ratingen fightet zurück, die Eisadler halten dagegen und sie können in der 52. Minute erneut jubeln als Kapitän Niko Bitter von der blauen Linie abzieht und zum 2:4 trifft. Trotzdem folgen noch einige brenzlige Situationen für das Dortmunder Team, denn nun müssen sie einige Strafzeiten einstecken. Aber auch eine längere doppelte Unterzahl verteidigen sie aufopferungsvoll und werden für ihren Kampf 15 Sekunden vor Spielende mit einem Empty-Net-Goal durch Jiri Svejda zum 2:5-Endstand endgültig belohnt.

 

Zwei Tage zuvor war es war ein Wechselbad der Gefühle das die knapp 500 Zuschauer am Freitagabend im Dortmunder Eissportzentrum bei der Partie der heimischen Eisadler gegen die Hammer Eisbären erlebten. Nach dem Schlusspfiff konnten nur die mitgereisten Gästefans mit ihrer Mannschaft feiern, denn es gab nicht nur einen 6:4-Auswärtssieg zu bejubeln, die Eisbären eroberten damit auch die Tabellenspitze in der 1. Liga West.

image

Der erste Spielabschnitt verlief noch eher unspektakulär. Die Hammer Eisbären wurden bereits in der 5. Spielminute zu ihrer 1:0-Führung mehr oder weniger eingeladen, denn Gästestürmer Thomas Ehlert profitierte von einem kapitalen Schnitzer der Eisadler. Knapp zwei Minuten vor der ersten Pause konnte Oliver Kraft  dann sogar auf 2:0 für die Eisbären erhöhen, obwohl die Eisadler zuvor durchaus einige Ausgleichsmöglichkeiten hatten.

image

Im zweiten Drittel wurde es dann sofort turbulent. Nur 27 Sekunden waren gespielt, als Robin Loecke für ein 0:3 auf der Anzeigentafel sorgte.

image

Eine erste Vorentscheidung? Nein, drei Minuten später konnte Jiri Svejda mit dem 1:3 wieder Dortmunder Hoffnungen wecken. Die bekamen aber nur 17 Sekunden später mit dem 1:4, erneut durch Oliver Kraft, wieder einen Dämpfer.

image

Aber die Eisadler steckten noch nicht auf. Matthias Potthoff konnte in der 26. Minute auf 2:4 verkürzen und als Andre Kuchnia in der 33. Minute sein Team auf 3:4 heran brachte, da war wieder alles offen. Der Ausgleich lag nun in der Luft und die Eisadler Fans feuerten ihr Team weiterhin gut an, allerdings (noch) vergebens.

image

Der Ausgleich zum 4:4 fiel dennoch, allerdings erst zu Beginn des letzten Abschnitts in der 42. Spielminute. Der Dortmunder Jubel war groß, während die Hammer Fans der klaren Führung nachtrauerten. Die Eisadler versuchten nachzusetzen und das Momentum zu nutzen, aber nun zeigte das Eisbären Team unter Trainer Daniel Galonska, warum von den letzten elf Spielen nur zwei verloren gingen. Das 4:4 und die Eisadler Hoffnungen hatten keine vier Minuten Bestand, dann war es zum dritten Mal an diesem Abend Oliver Kraft, der den Puck im Dortmunder Gehäuse versenkte. 4:5 – und noch knapp 15 Minuten zu spielen.

image

image

Die Eisadler kämpften um ein erneutes Comeback, allerdings fehlten die zündenden Ideen und ein geordnetes Zusammenspiel und mit dem 4:6 in der 54. Minute durch Kevin Thau war dann die Entscheidung gefallen.

Deine Meinung

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *