Bewegung muss Spaß machen! Ein Plädoyer!

Endlich spricht es mal jemand aus! Wieso begeistern sich so viele Menschen für die Couch und der Weg zum Sport fällt so schwer?
Werfen wir einen Blick auf die sportlichen Anfänge von Kindern, wird klar, dass ein erhobener Zeigefinger, das Warnen und Beschämen der „Unsportlichen“ – insbesondere im Sportunterricht – eine Stigmatisierung zur Folge hat und dieses abwertende Verhalten zu einer nachhaltig reduzierten Bewegungsmotivation, zu einer negativen Einstellung zu Sport und Bewegung und zu körperlicher Inaktivität führen kann.
Das ist die erste Erklärung warum sportliche Abneigung und die Gunst der Couch in Korrelation steigen. 
Jahre später, …dann, wenn Sport vom Arzt verordnet wird, “ wird die Abneigung sogar noch verstärkt, denn die präventiven körperlichen Übungen werden in vielen Fällen als rein funktional, ernsthaft und oft sogar als einsame Angelegenheit wahrgenommen. Von Spaß ist da keine Rede. Im Erwachsenenalter gemeinsam Spaß zu haben, passiert nicht beim Sport!!, sondern meist sitzend; es wird geredet, gegessen, getrunken – körperliche Aktivität stört eher.“
Die Ökonomen Carrell, Hoekstra und West haben herausgefunden, dass sich schlechte Fitness von Person zu Person ausbreitet, denn die Menschen imitieren das Ernährungs- und Bewegungsverhalten ihrer am wenigsten fitten Freunde („.😲😲..!!!“ -geschockte Anmerkung des Autors 😉)
„Deren Fitness wird als Benchmark für die eigene Fitness angesehen. Die Regel scheint: Wenn es sich die Freunde erlauben, auf die (subjektiv gesehen) freudlosen Vorgaben eines gesunden Lebensstils zu pfeifen, dann ist es für einen selbst leichter, das auch zu machen, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben.
Der Mangel an Spaß, den gerade inaktive Menschen bei Sport und Bewegung empfinden, stellt also eine wichtige Herausforderung für die Gesundheitsvorsorge dar. Will man bewegungsabstinente Menschen zu regelmäßiger körperlicher Aktivität bringen, dann reicht es nicht aus, Appelle zu formulieren, Strafen zu verhängen oder öffentliche Trainingsgeräte bereitzustellen. Public-Health-Experten sollten vielmehr erforschen, wie gesundheitsförderliche Bewegung mit Spaß kombiniert werden kann, so dass auch die „Un-Fitten“ körperliche Aktivität als belohnend erleben und nicht als Qual.“
(vgl. Artikel von Prof. Dr. phil. Ansgar Thiel,  „Bewegung muss Spaß machen “ Dezember 2016 Ausgabe Ärzteblatt ; Koautoren: Prof. Dr. med. Andreas Nieß, Prof. Dr. med. Stephan Zipfel, Universitätsklinikum Tübingen)
Dann machen wir doch alles richtig! Ein Hoch auf die Public-Health-Experten bei den Sportkindern!!! Da sind wir doch schon einige Schritte voraus!
Bewegung und Spaß kombinieren wir mit links, easy….Fragen beantwortet das Spaßteam der Sportkinder (www.sportkinder.net) unter info@sportkinder.net

 

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