….auf dem Weg nach Rio 2016

Zur Zeit befinde ich mich in meinem Sportjahr in der sogenannten Grundlagenaufbauphase – für uns Athleten eine eher ruhige Zeit mit dem Ziel, die notwendige Grundlagenausdauer für die kommende Rennsaison akribisch nach Trainingsplan aufzubauen.

Dabei ist sicher das sogenannte sportspezifische Training – bei mir eben das Training auf dem Dreirad – im Fokus, in dieser Phase darf aber eben auch anderweitiges Training mit eingefügt werden.

So baue ich gerne mein geliebtes Laufen – mit den Sportkindern 🙂 – aber auch sehr viel Kraft an Geräten im Studio oder Schwimmen mit ein.

 

Es gilt auch heute noch der schlaue Spruch von Radsportlegende Rudi Altig „Radsport-Weltmeister werden im Winter gemacht“ – das heißt übersetzt, wer im Winter nicht konsequent und zielführend die Trainingseinheiten umsetzt hat im Sommer keine oder kaum ein Chance, seine Saisonziele zu erreichen.

 

Heute ist für mich ein sogenannter KB Tag, ein Tag im Trainingsplan, der mit aktiver Ruhe zur Konsolidierung der bisherigen Trainingseinheiten genutzt wird – die Muskulatur und auch den Geist zur Ruhe bringen – diese Nicht-Trainings-Zeit nutze ich gerne, Euch heute meine vergangene Trainingswoche etwas näher zu bringen.

Der vergangene Montag war auch so ein „Regenerationstag“, die verordnete aktive Ruhe verbringe ich natürlich am liebsten mit den Sportkindern und dem gemeinsamen entspannten Laufen rund um den so wunderbaren Phönixsee.

Am Dienstag dann die ersten Trainingseinheiten im Highclass Fitness Studio – Ziel ist die Beinschnellkraft durch gezielte Übungen.

So liegen zunächst z. Bsp. 130 KG auf der 45 Grad Beinpresse, 20 mal mit „Schmackes“ nach oben und gaaaaanz langsam zurück, 60 Sekunden Pause, dann das gleiche Gewicht mit der Froschübung wieder 20 mal zügig nach oben und..

3 Minuten Pause und mit den 3 Gewichtssteigerungen 180 KG, 220 KG und 240 KG wiederholen.

Danach habe ich manchmal leichte Schwierigkeiten, aus der bequemen Schräglage aufzustehen 🙂 .

Neben der Beinschnellkraft legen mein Trainer Robert Pawlowsky großen Wert in dieser Phase auf die Flanken und Rückenmuskulatur, die uns beim langen statischen Sitzen auf dem Dreirad den nötigen Halt gibt.

Als Dreiradfahrer ist dann noch ein ganz besonderes Augenmerk auf der stabilen Schultermuskulatur, da wir durch die Dreifachauflage auf der Straße sehr viel mit reinen Schulterbewegungen lenken.

So verbringe ich motivierte 2 Stunden im Studio – nicht meine Lieblingstrainingseinheit, aber sehr sehr effektiv und absolut notwendig für erfolgreiche Rennen in unserem Sport.

Unmittelbar anschließend geht es auf das Dreirad – gerne an die frische Luft – im Winter aber auch oft auf die Rolle ( siehe Foto ) – um die trainierte Muskulatur im Studio „sportspezifisch“ aufzubauen.

In der Regel genügt 1 Stunde im G1-Trainingsmodus, also recht entspannt und mit einigen 6 Sekunden Sprints dazwischen.

Ich persönlich beruhige danach gerne meine Muskulatur mit einem Sauna- oder Infrarotwärmegang.

Wie Ihr Euch vorstellen könnt, darf dann nach leckerem Essen die schönste Zeit nach dem Training nicht zu kurz kommen – Wohlfühlprogramm bei Astrid, Jörg oder Frank bei Orthomed – Lymphdrainage, Massage und/oder etwas spezielle Krankengymnastik, da mein Körper ja unfallbedingt einige „Schräglagen“ aufweist.

 

Gerne würde ich jetzt schreiben …und danach freue ich mich auf ein leckeres Glas Rotwein und ein Stück schmelzende Schokolade … aber das Ziel Paralympics klar vor Augen geniesse ich dann eben mit Liebe ein Glas frisches Ingwerwasser mit einem Minzblatt und einige meiner geliebten Mandeln 🙂

Für heute soll es genug sein – heute Abend gibt es leckere Dortmunder Kartoffelsuppe ggfs mit einem frischen Dortmunder Pils beim Neujahrsempfang des OB Ullrich Sierau im Konzerthaus…

 

South african spring - warm up

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